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Ernst-Ludwig Petrowsky
Ernst-Ludwig Petrowsky hat die Entwicklung des Jazz in der DDR wesentlich mitbestimmt und ist im Verlaufe dieses Prozesses zugleich zu einer Musikerpersönlichkeit von internationalem Format gereift. Von der Tradition des modernen Jazz ausgehend, ist er bis in experimentelle Spielbereiche vorgedrungen.
Petrowsky begann seine Laufbahn als Jazzmusiker bereits in den fünfziger Jahren in Besetzungen um Eberhard Weise. In den sechziger Jahren gehörte er zu den Mitbegründern des Manfred-Ludwig-Sextetts. Petrowsky zählt auch zu den Initiatoren des 1967 gegründeten Rundfunk-Jazzensembles Studio IV. Er spielte in der für die neuere Jazzentwicklung in der DDR bahnbrechenden Gruppe Synopsis, die in den achtziger Jahren unter dem Namen Zentralquartett neu formiert wurde. Petrowsky war und ist Mitglied der Ulrich-Gumpert-Workshop-Band sowie verschiedener Besetzungen um Hans Rempel. Gelegentlich leitete er auch eigene Workshops. Seit 1972 arbeitet Petrowsky mit eigenen Trios zusammen, unter anderem mit dem langjährigen (leider verstorbenen) Weggefährten Klaus Koch und mit Helmut „Joe“ Sachse; gelegentlich entstanden auch Besetzungen mit dem Domorganisten Hans-Günther Wauer und dem Posaunisten und Komponisten Friedrich Schenker. Seit Anfang der achtziger Jahre gibt es das Duo mit der Sängerin Uschi Brüning, das ohne elektronische Tricks durch die Ausstrahlungskraft der beiden Persönlichkeiten zu überzeugen weiß. Konzerte und Tourneen führten Petrowsky bis nach Indien, in die USA und nach Lateinamerika. Petrowsky ist Mitglied des Globe Unity Orchestra sowie der George Gruntz Concert Jazz Band.
Ernst-Ludwig Petrowsky erhielt den Pries des Komitees für Unterhaltungskunst in der DDR, den Kunstpreis und den Nationalpreis der DDR. Im November 1997 wurde ihm im Rahmen des JazzFestes Berlin der Albert-Mangelsdorff-Preis verliehen. |